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ALLES IN BESTER ORDNUNG


Regie: Natja Brunckhorst
Darsteller: Corinna Harfouch, Daniel Sträßer

96 Minuten | Deutschland 2021 | ab 6
5. Woche
Marlen hat Mitleid mit den Dingen und hebt alles auf. Ihr pragmatischer Nachbar Fynn hingegen hält es mit der Besitzlosigkeit. Ein Wasserschaden führt die beiden zusammen. Kompromisslose Ordnungsliebe und hingebungsvolles Sammelchaos prallen aufeinander… Eine feinsinnige Komödie über das Zuviel und das Zuwenig – mit Corinna Harfouch in einer wunderbaren Hauptrolle, die ihr auf den Leib geschrieben wurde!

 

Marlen (Corinna Harfouch) ist früher durch die Welt gereist – draußen strahlt sie, aber ihre Wohnung hat sie mit Gegenständen vollgestellt. Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Alles ist zu wertvoll, zu bedeutend, um es wegzuschmeißen. Fynn (Daniel Sträßer) dagegen will mit nur 100 Dingen durch die Welt gehen. „Ordnung ist das halbe Leben!“, sagt er. „Willkommen in der anderen Hälfte!“, antwortet sie. Das ist der Humor und der Kampfstil, den die beiden von jetzt an pflegen. Marlen und Fynn – stärker könnten die Gegensätze nicht sein. Doch ziehen sich diese ja bekanntlich an…

Unsere Urgroßeltern besaßen im Schnitt 57 Dinge, die Großeltern schon 200 und die Eltern 600. Heute besitzt der Durchschnitts-Europäer 10.000 Habseligkeiten. Als Hilfe gegen den Überfluss, in dem wir zu ersticken drohen, hat sich in den letzten Jahren eine neue Form von Dienstleistung entwickelt: der Aufräumservice. Ohne Zweifel, aufräumen und wegwerfen können etwas Rauschhaftes und Reinigendes haben. Doch, aller rauschhaften Wegwerf-Euphorie zum Trotz, ist das Chaos auch etwas Lebendiges und Kreatives. In etwa vor diesem Hintergrund erzählt Natja Brunckhorst die Geschichte zweier Menschen, die eine völlig unterschiedliche Beziehung zu Gegenständen pflegen. Während der 32-jährige Fynn ein ordnungsliebender Pragmatiker ist, der mit Laptop und Handy durchs Land zieht, lebt die 54-jährige Marlen in einer Wohnung, in der sie tausendundeins Dinge hortet. Das Langfilmdebüt der Schauspielerin (CHRISTIANE F. – WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) und Regisseurin ist nicht zuletzt eine erklärte Hommage an ihre Mutter, bei der sie es mit Karl Valentin hält: Alle Dinge haben drei Seiten, eine positive, eine negative – und eine lustige. So gibt Corinna Harfouch eine starke Vorstellung als einsam bis verschrobene Sammlerin und Fynn, ihr sturer Gegenpart, ist nicht minder sympathisch! Eine charmant gespielte, detailverliebt ausgestattete, sensibel arrangierte Komödie.



Friedrichsbau Freiburg
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