BEALE STREET


Regie: Barry Jenkins
Darsteller: Stephan James, KiKi Layne, Teyonah Parris

117 Minuten | USA 2018 | ab 12
3. Woche
US-Amerika der 70er Jahre: Tish und Fonny lieben sich – doch Fonny wird zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt. Die schwangere Tish versucht alles, den werdenden Vater aus dem Gefängnis zu befreien… Berührende Liebesgeschichte und Anti-Rassismus-Drama von Oscarpreisträger Barry Jenkins (MOONLIGHT) – nach dem Roman von James Baldwin!

 

Anfang der 1970er. Die 19-jährige Tish Rivers (Kiki Layne) und ihr Verlobter Fonny Hunt (Stephan James) sind ein junges Traumpaar in Harlem, einem ärmlichen Stadtteil von New York City. Rassismus gegenüber Schwarzen gehört hier zur Tagesordnung. Dann wird Afroamerikaner Fonny zu Unrecht der Vergewaltigung einer Puerto-Ricanerin bezichtigt – und kommt ohne Prozess hinter Gitter. Kurz darauf erfährt Tish, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Sie verspricht ihrem Liebsten, ihn noch vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen. Mit allen Mitteln kämpft sie darum, Fonnys Unschuld zu beweisen…

Zwei Jahre nach seinem oscarprämierten Meisterwerk MOONLIGHT befasst sich Regisseur Barry Jenkins erneut mit der afroamerikanischen Realität – in einem Drama nach der berühmten Romanvorlage von James Baldwin. 1974 veröffentlichte der preisgekrönte US-Autor seinen Bestseller „If Beale Street could talk“, in dem er die fiktive Straße in Harlem zum Symbol der afroamerikanischen Geschichte und Gegenwart machte in einem von weißen Institutionen, Rassismus und polizeilicher Willkür geprägten Land. Jeder in Amerika geborene Schwarze, so Baldwin, ist in der Beale Street geboren. Im gelungenen 70er-Jahre-Look verortet auch Jenkins seinen Film klar in der Zeit und erzählt zugleich eine ungebrochen zeitlose Geschichte. Feinfühlig stellt der Regisseur der Willkür einer weißen Justiz eine junge und starke Liebe entgegen. In satte Farben und weiches Licht taucht er seine Figuren und lässt die Entwicklung der Beziehung zwischen Tish und Fonny in nichtlinearen, lyrischen Rückblenden begreifen. Durch den Wechsel der zeitlichen Ebenen entsteht ein beinahe träumerischer Erzählrhythmus, der tief in das Leben der Charaktere eintaucht. Die Zärtlichkeit der Bilder ist bemerkenswert, untermalt mit der herausragenden Musik von Nicholas Britell. BEALE STREET ist ein sehnsuchtsvolles Märchen, das ein noch immer schweres Erbe der amerikanischen Geschichte aufgreift, eine bessere Welt beschwört und der bestehenden Ungerechtigkeit Liebe als mögliche Alternative entgegengesetzt. Hervorragend gespielt und ins Bild gesetzt – berührend!



Harmonie Freiburg
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OmU

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