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BILLIE - LEGENDE DES JAZZ

Vorstellungen im englischen Original mit Untertiteln


Regie: James Erskine
Darsteller: Dokumentation

98 Minuten | Großbritannien 2020 | ab 12
3. Woche
BILLIE ist ein Kinoerlebnis für alle Sinne. Das Leben und die Musik der Jazz-Ikone stehen im Mittelpunkt der Doku: Anhand von bislang unbekannten Interviews aus den 70ern, Originalaufnahmen, erstmals kolorierten Bildern und hervorragend rekonstruierten Tondokumenten erweckt James Erskine die unverwechselbare Billie Holiday, ihre Zeit und ihr Werk zu neuem Leben – und schlägt zugleich einen gelungenen Bogen von biografischer Tragik über den Kampf gegen den Rassismus bis heute. 

 

Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt – mit ihrem Song „Strange Fruit" lieferte sie den Soundtrack für die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung. Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch. Als erste schwarze Frau in einer weißen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte. In den späten 1960er Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biografie über die amerikanische Jazz-Legende mit Größen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie, wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete. Die ganze Wahrheit über die Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er Jahren unter ebenso tragischen Umständen, wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959. In BILLIE verknüpft James Erskine aufwändig restauriertes Archivmaterial und die bisher ungehörten Tonbandaufnahmen von Kuehl mit den Aufzeichnungen der wichtigsten Bühnenauftritte von Billie Holiday. Zum ersten Mal sieht man „Lady Day" hier in Farbe. Und der britische Regisseur lässt nichts aus – genau wie Billie, die immer exzessiver raucht, kifft, trinkt, kokst und fixt. Er holt die Atmosphäre des jazzverrückten New York auf die Leinwand, mit den Künsterinnen und Künstlern, die für ihre Musik leben und den Balanceakt auf dem schmalen rat zwischen Kunst und Wirklichkeit probieren. Und er zeigt sehr genau, wem Billie ihren Aufstieg verdankt: sich selbst. Doch allem voran sind es ihre unverkennbare Stimme und die unsterblichen Songs, die den Film zu einem unvergleichlichen, sehr bewegenden Erlebnis machen.



Harmonie Freiburg
HeuteSoMoDiMiDoFrSa
11:45
 
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