BURNING


Regie: Lee Chang-Dong
Darsteller: Yoo Ah-In, Steven Yeun, Jeon Jong-seo

148 Minuten | Südkorea 2018 | ab 16
2. Woche
Der junge Jongsu träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Er begegnet Haemi, die ihn aus der Schulzeit kennt. Die beiden kommen sich näher, doch bald geht Haemi nach Afrika. Als sie zurückkehrt, ist sie in Begleitung des seltsamen Ben. Ein merkwürdiges Dreiecksverhältnis entwickelt sich – bis Haemi spurlos verschwindet... Außergewöhnlicher Thriller!

 

Nach dem Studium kehrt Jongsu (Yoo Ah-in) in sein Heimatdorf zurück. Er will Schriftsteller werden, doch fehlt ihm noch die zündende Idee – bis auf weiteres schlägt er sich mit Aushilfsjobs durch. Ein zufälliges Aufeinandertreffen mit Schulkameradin Haemi (Yun Jong-seo) führt zu einer gemeinsamen Nacht. Jongsus Gefühle sind geweckt, doch der Zeitpunkt ist ungünstig – Haemi steht kurz vor ihrem geplanten Trip nach Afrika. Sehnsüchtig erwartet Jongsu den Tag ihrer Rückkehr. Am Flughafen trifft er Haemi jedoch nicht alleine an. Auf der Reise hat sie den wohlhabenden und mysteriösen Ben (Steven Yuen) kennengelernt, der nun nicht mehr von ihrer Seite weicht. Als Haemi plötzlich spurlos verschwindet, stürzt die verzweifelte Suche nach ihr Jongsu in ein Labyrinth aus Misstrauen und Paranoia...
Mehr als ein Jahr nach seiner Premiere findet eines der letztjährigen Highlights aus Cannes endlich in die deutschen Kinos: Kaum mehr als zehn Seiten lang ist Haruki Murakamis Kurzgeschichte „Barn Burning", die der südkoreanische Regisseur Lee Chang-dong als Vorlage für eine tranceartige Erzählung nimmt, die ebenso vielschichtig wie rätselhaft ist. Denselben Titel trägt auch eine Geschichte von William Faulkner – wohl kein Zufall, wie die wiederholten Hinweise auf den amerikanischen Autor verraten, der tief in das Innere seiner Figuren blicken ließ und Fragen nach Subjektivität und Wahrheit eröffnete. Um diese Themen kreist auch BURNING, ein Film, der sehr langsam erzählt und lange Zeit so schlicht und klar, dass die Widersprüche keinesfalls sofort ins Auge fallen. Schon die Begegnung von Haemi und Jongsu ist ein Rätsel, ihre Bekanntschaft aus der Schule vielleicht auch Fantasie oder Lüge. Mit Ben und Haemis Verschwinden kommen schließlich immer gravierendere Fragen auf. Filmemacher Lee versteht es meisterlich, viele ominöse Fäden zu spinnen und alle ihre losen Enden gleichzeitig im Raum zu halten, ohne willkürlich oder banal zu verwirren. Nicht zuletzt diese kunstvolle Spannung macht seinen Film, dessen Erzählweise nach einem anderen Schauen verlangt, so faszinierend. Ein beeindruckender Thriller, der die südkoreanische Gesellschaft brillant unter die (Zeit-) Lupe nimmt!

 

FIPRESCI-Preis in Cannes 2018 und nominiert für den Auslands-Oscar!

 

„Brillant!" NEW YORK TIMES

 

„Ein Triumph!" LOS ANGELES TIMES

 

„Hypnotisch – ein Märchen, ein Thriller, ein Nachtmahr, der heimliche Gewinner der Goldenen Palme!" NZZ

 



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OmU

Vorstellung im koreanischen Original mit Untertiteln

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