CAPERNAUM - STADT DER HOFFNUNG

OSCAR - Nominierung 2019: Bester fremdsprachiger Film!


Regie: Nadine Labaki
Darsteller: Zain Alrafeea, Yordanos Shifera, Boluwatife Treasure Bankole

126 Minuten | Libanon 2017 | ab 12
5. Woche
Ein Kind aus dem Libanon klagt seine Eltern an – und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die Geschichten wie die seine zulässt… Radikales Sozialdrama in starken Bildern!

 

Zain (Zain Al Rafeea) ist zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste… „Capernaum“ ist ein Begriff biblischen Ursprungs, der sich vor allem im Arabischen und Französischen als Bild für einen Ort voller Chaos und Unordnung etabliert hat. Einen solchen Ort zeigt die libanesische Regisseurin Nadine Labaki (CARAMEL) in ihrer hochemotionalen Fabel. In eindrucksvollen, sprechenden Bildern erzählt sie von den abenteuerlichen Lebensumständen jener, die von einem besseren Leben träumen, aber in unserer Welt keine Chance haben. Mitreißend inszeniert legt CAPERNAUM – STADT DER HOFFNUNG Mechanismen erschütternder sozialer Ungerechtigkeit offen und gibt denen eine Stimme, die im Schatten leben, oft ohne Ausweispapiere und Arbeitsmöglichkeiten. Empathisch und aufrührerisch ist Labakis Film, für den sie mit Zain Al Rafeea einen erstaunlichen Hauptdarsteller gefunden hat, der weniger eine Rolle, denn eine Variation seiner selbst spielt und dabei eine gleichermaßen eindrucksvolle wie erschreckende Authentizität an den Tag legt. Wie Zain sein Leben meistert, sich in der harten Welt des Slums zurechtfindet, überlebt, bald auch den kleinen Yonas betreut, ist enorm intensiv geschildert, mit einer Kamera auf Augenhöhe der Kinder gefilmt, als quasi dokumentarische Beschreibung eines Lebens am untersten Ende der sozialen Leiter. Wuchtiges, emotionales Kino voll Mitgefühl und Menschlichkeit, das vieles tut – aber gewiss nicht kalt lässt!
 



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OmU

Vorstellung im arabischen Original mit Untertiteln

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