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CAVEMAN - DER KINOFILM


Regie: Laura Lackmann
Darsteller: Moritz Bleibtreu, Laura Tonke, Wotan Wilke Möhring, Martina Hill, Jürgen Vogel, Thomas Herrmanns

101 Minuten | Deutschland 2021 | ab 12
2. Woche
Nach dem weltberühmten Broadway-Theaterstück „Caveman" erscheint zu Weihnachten eine hochkarätig besetzte Filmversion des Mann-Frau-Klamauks. Während diese ihr Hauptaugenmerk zunächst noch auf angestaubten Mario-Barth-Humor legt, wandelt sich das Moritz-Bleibtreu-Vehikel nach und nach zum Trojanischen Pferd, oder besser: zum Trojanischen Film!

 

Eigentlich sollte es der große Tag von Rob Becker (Moritz Bleibtreu) werden. Schon als Kind wollte der erfolglose Autoverkäufer Comedian werden. Endlich hat er beim Openmic-Abend des lokalen Comedyclubs die Chance, sich zu beweisen. Das perfekte Thema hat er auch schon parat: Vor kurzem ist Rob nämlich der Caveman – sein imaginärer Freund aus der Steinzeit – begegnet. Seitdem tauscht er sich oft und gern mit diesem altersweisen Höhlenmenschen aus und glaubt, dank seines Alter Egos den Unterschied zwischen Männern und Frauen, den Jägern und Sammlerinnen besser verstehen zu können. Doch es gibt da ein Problem, und das heißt Claudia Müller (Laura Tonke). Nachdem die ihn im Streit und nur 15 Minuten vor seinem großen Auftritt verlassen hat, schleppt Rob sich auf die Bühne und ändert spontan sein Programm... Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sowie die damit einhergehenden Probleme sind so alt wie die Comedy selbst. Manch ein Komiker füllt mit diesem Thema seit 20 Jahren große Konzerthallen. Nicht selten geht damit eine antiquierte Macho-Attitüde einher. Da wundert es zunächst, dass sich Autorin und Regisseurin Laura Lackmann (MÄNGELEXEMPLAR) eines solchen Stoffes annimmt. Doch steckt hinter ihrer Theateradaption mehr als plumper Genderpopulismus – das Stück selbst verstand sich ja schon immer eher als tragikomische Therapiesitzung denn als bloße Comedy. Rob gibt es in CAVEMAN zunächst in zwei Ausführungen: Entweder er bemitleidet sich selbst, oder er echauffiert sich über das vermeintlich komplizierte Verhalten seiner Freundin und späteren Ehefrau. In der zweiten Hälfte des Films aber beginnt die Demontage dieses Konstruktd, die ihren Gipfel in Robs finalem Stand-Up findet. Eine herrlich verspielte, kreativ mit Splitscreens und Fantasieelementen (Michel Gondry lässt grüßen!) arbeitenden Inszenierung mit tollem Starsund Sternchenaufgebot!

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Harmonie Freiburg
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