CRESCENDO: #MAKEMUSICNOTWAR


Regie: Dror Zahavi
Darsteller: Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Bibiana Beglau

112 Minuten | Deutschland 2018 | ab 6
2. Woche
Zu den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina soll ein gemischtnationales Jugendorchester konzertieren – unter der Leitung eines deutsch-österreichischen Dirigenten... Engagiertes Musikdrama, das die Schwierigkeiten des friedlichen Miteinanders einfühlsam schildert!

 

Eisern übt die 24-jährige Palästinenserin Layla (Sabrina Amali) im Wohnzimmer Geige. Mit Bachs Solopartita in E-Dur kämpft sie gegen den Tumult vor dem Fenster. Ihre Heimatstadt Qualqiliya liegt im Westjordanland, direkt an der Grenze zu Israel. Auch Ron (Daniel Donsky) übt Bach. Der junge Israeli lebt in Tel Aviv, nahe der Kulturhalle. Dort wird in wenigen Tagen Maestro Eduard Sporck (Peter Simonischeck) erwartet. Als Sohn deutscher Nazi-Verbrecher wird ausgerechnet er mit der Nahost-Problematik konfrontiert. Mit jungen Menschen aus Palästina und Israel will er ein Musikprogramm einstudieren, das bei den diplomatischen Friedensverhandlungen aufgeführt werden soll. Aus Sicherheitsgründen verlegt der Dirigent die Proben kurzerhand ins idyllische Südtirol. Allein die Anreise ist für einige der jungen Musikerinnen und Musiker verschiedener Religionen und verfeindeter Nationalitäten schwierig – doch vielleicht haben dieses Zueinanderfinden und die Musik die Kraft, Brücken zwischen den Menschen zu bauen... Regisseur Dror Zahavi gelingt ein berührendes Musikdrama mit einer starken Botschaft: Musik als Friedensstifter löst Vorurteile und überwindet Grenzen. Wie die Filme Eran Riklis macht er dabei die persönliche Dimension des langjährigen Nahostkonflikts spürbar. Gleichzeitig scheinen Parallelen zu dem West-Eastern Divan Orchestra von Stardirigent Daniel Barenboim auf. In den Hauptrollen brilliert neben Peter Simonischek die facettenreiche Bibiana Beglau als zielstrebige Konzertmanagerin. Zwei charakterstarke Figuren, die für das Unmögliche kämpfen und fast gewinnen. Neben ihnen überzeugt vor allem Sabrina Amali mit ihrem beharrlich intensiven Spiel, wenn sie als Palästinenserin Layla gegen die Widerstände in der eigenen Familie kämpft. Ein absolut sehenswertes Drama über Versöhnung, das hoffen lässt.

 

Publikumspreis, Festival des Deutschen Films!



Friedrichsbau Freiburg
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