DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES


Regie: Denys Arcand
Darsteller: Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard

128 Minuten | Kanada 2018 | ab 12
5. Woche
Pierre-Paul, eingefleischter Kapitalismusgegner, stolpert über Säcke voller Kohle. Doch er ist nicht der einzige, der sich für den unverhofften Geldsegen interessiert. Um Gangster und Behörden auszutricksen, holt er sich eine teure Freundin und ein kriminelles Finanzgenie mit ins Boot… Modernes Ganovenmärchen mit viel Thrill und Witz!

 

Kurierfahrer Pierre Paul ist gebildet, sensibel und arm. Tatsächlich ist er davon überzeugt, er sei zu intelligent, um erfolgreich zu sein. Dafür hat der examinierte Philosoph auch ziemlich gute Argumente. Eines Tages wird er Zeuge eines Überfalls, genauer gesagt, einer Schießerei im Anschluss an einen Überfall. Noch ehe er reagieren kann, liegen zwei Gangster tot am Boden, ein dritter entkommt schwer verletzt. Zurück bleiben zwei große Sporttaschen, vollgestopft mit Banknoten – direkt vor seinen Füßen. Das hat seinen Charme. Nur, dass die Mafia, das Finanzamt und zwei gewiefte Polizisten ebenfalls ein großes Interesse an seinem neuen Reichtum entwickeln. Um sie auszutricksen, holt sich Pierre Paul eine neue, teure Freundin und ein Mastermind in Sachen Finanzen an die Seite, das gerade aus dem Knast entlassen wurde…

Ein studierter Philosoph, der als Lieferfahrer jobbt, an das Gute glaubt und aus Überzeugung alles andere als reich ist, kommt per Zufall an zwei Taschen voller Geld. Denys Arcand (DIE INVASION DER BARBAREN) verarbeitet diesen amüsanten Stoff zu einer hochspannenden Robin-Hood-Komödie, die eine intelligente Story mit Action und guten schauspielerischen Leistungen zu verknüpfen weiß. Pierre-Paul ist kein ausgefuchster Ganove, sondern der Inbegriff eines Weltverbesserers, der den Armen geben möchte, was den Reichen gehört. Alexandre Landry gelingt es ausgezeichnet, die Entwicklung dieses unbedarften Idealisten zum Verbrecher wider Willen zu verkörpern, der das System für seine eigenen Zwecke nutzen will. Mariepier Morin als Aspasie verleiht dem selbstbewussten Callgirl spürbare Klugheit und eine ordentliche Portion knisternde Erotik. Köstliche Ironie, gewürzt mit einem feinen Zynismus, bringt Rémy Girard als Sylvain aufs Tableau. Zusammen können sich die drei perfekt ergänzen – vorausgesetzt, sie entkommen ihren Verfolgern und widerstehen der Verführung des Geldes. Jaja, das liebe Geld. Es macht die Menschen gierig, zerstört Liebe und Freundschaft. Vor allem ist es sehr ungerecht verteilt. Wer Geld hat, wird immer reicher, und wer keines hat, hat keine Chance, jemals welches zu bekommen. Es sei denn…



Harmonie Freiburg
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