DIE WÜTENDEN - LES MISÉRABLES

Preis der Jury, Cannes 2019!


Regie: Ladj Ly
Darsteller: Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djebril Didier Zonga

102 Minuten | Frankreich 2019 | ab 16
6. Woche
Es brennt in den Vorstädten... Explosives Polizei-Drama, facettenreiche Sozialstudie und gnadenlos energetischer Film über die komplizierte Beziehung zwischen Staat und abgehängter Gesellschaft in den Banlieues von Paris, der stark anfängt und grandios aufhört!

 

Schon bei seinem ersten Einsatz spürt der Polizist Stéphane (Damien Bonnard), Neuling in der Einheit für Verbrechensbekämpfung in Montfermeil, die Spannungen im Viertel, in dem es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen Gangs und Polizei kommt. Er geht mit den erfahrenen Kollegen Chris (Alexis Manenti) und Gwada (Djibril Zonga) auf Streife. Die haben ihre Methoden den Gesetzen der Straße angepasst – wo eigene Regeln herrschen. Die Kollegen überschreiten selbst die Grenzen des Legalen, sehen sich dabei aber stets im Recht. Als im Viertel ein Löwenbaby, lebendes Maskottchen eines Clan-Chefs, gestohlen wird, droht die Situation zu eskalieren. Bei der versuchten Verhaftung eines jugendlichen Verdächtigen werden die Polizisten mit einer Drohne gefilmt. Ihr fragwürdiges Vorgehen könnte öffentlich werden – und aus den Gesetzeshütern werden Gejagte... Keine Neuverfilmung des berühmten Romans ist Ladj Lys Debütfilm, sondern eine mitreißende, wütende Erzählung über das Verhältnis der Klassen im Paris der Gegenwart. Der Regisseur entstammt dem Vorort, in dem 2005 die gewaltsamen Ausschreitungen begannen. Die Erlebnisse werden zur Vorlage für einen mächtigen Film, angesiedelt in jenem vor allem von Migranten besiedelten Banlieue, in dem Victor Hugo einst auch sein „Les Misérables" verfasste. Schonungslos zeigt Ly die fatalen Strukturen der Unterdrückung, Kriminalität und Gewalt auf, die hier, am von Armut und Chancenungleichheit bestimmten Rand der Gesellschaft regieren – an denen sich auch in den letzten 20 Jahren nicht viel geändert zu haben scheint. Besonders wirkungsvoll ist sein Drama vor allem dann, wenn es fast dokumentarisch zu beobachten scheint. Durch die Augen des Polizisten Stéphane lernt das Publikum das Banlieue kennen, die Bevölkerung, das Verhältnis von Polizei und Einwohnern, die Machtstrukturen, die von Misstrauen, Missbrauch und Korruption geprägte Lage, die wohl unweigerlich in katastrophale Zustände kulminieren muss. Ein wuchtiges Werk von großer Kraft!

 

Grand Prix der Jury, Cannes 2019!



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Vorstellung im französischen Original mit Untertiteln

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