EINE GRÖSSERE WELT


Regie: Fabienne Berthaud
Darsteller: Cécile de France, Tserendarizav Dashnyam, Ludivine Sagnier

101 Minuten | Frankreich, Belgien 2018 | ab 12
16. Woche
Seelen, die den Körper verlassen und auf Reisen gehen, vielleicht sogar Verstorbene treffen? In westlichen Gesellschaften eine eher fremde Vorstellung. In anderen Kulturen spielen derlei Fähigkeiten, auch bekannt als Schamanismus, eine bedeutsame Rolle. EINE GRÖSSERE WELT erzählt die Geschichte der Französin Corine Sombrun, die in die Mongolei reist, um ethnografisches Material zu sammeln. Sie nimmt an einer schamanischen Séance teil – und entdeckt dabei ihre schamanischen Talente... Cécile de France ist in dieser außergewöhnlichen Hauptrolle eine echte Wucht!

 

Eine größere Welt – das ist es, was Corine (Cécile de France) entdeckt, als sie in der Mongolei während eines schamanischen Rituals in Trance fällt. Dabei war die Französin nur in die abgelegene Steppenregion gekommen, um im Rahmen ihrer Arbeit ethnografische Tonaufnahmen zu sammeln. Doch die Schamanin Oyun offenbart ihr, dass sie eine seltene Gabe besitzt, die ausgebildet werden muss. Zurück in Frankreich lassen die Erlebnisse in der Mongolei Corine nicht mehr los. Trotz des Widerstandes ihrer Familie kehrt sie in die Steppe zurück und begibt sich auf eine spirituelle Reise auf alten und vergessenen Wegen... In ihrem Buch „Mein Leben mit den Schamanen" verarbeitete Corine Sombrun die Geschichte, die sie 2001 erlebte. Heute, nach mehrjähriger Ausbildung in der Mongolei, arbeitet die französische Ethnografin mit Neurologen und Gehirnforschern zusammen, um die mentalen Mechanismen hinter den Trancezuständen zu verstehen und u.a. für therapeutische Zwecke zu nutzen. Vielleicht muss die eine oder der andere den Hintergrund des Films während des Schauens ein wenig im Kopf behalten, vor allem, wenn man kein religiöser Mensch ist. Doch der Schamanismus, hier in Form einer rituellen Ekstase, in der die Seele aus dem Körper hinaustritt in eine andere Welt, wo Mensch und Kosmos eine Einheit bilden, der eigene Geist in Trance weite Reisen unternehmen und vielleicht sogar mit Verstorbenen in Kontakt treten kann, spielt in Zentralasien eine wichtige Rolle. Regisseurin Fabienne Berthaud (BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN) nähert sich dem Thema ihres Films denn auch mit großer Ernsthaftigkeit. Da ist kein falscher Ton, keine Unaufrichtigkeit. Das Publikum taucht förmlich ein in diese fremde Welt und lässt sich, bei allem Rationalismus, mittragen. Großen Anteil daran hat die wunderbare Cécile de France (L'AUBERGE ESPAGNOLE)! Und dann ist da noch die atemberaubende Landschaft: weit, karg, schön und unberührt. In Frankreich avancierte das exotische Drama zu einem wundervollen Kinoerfolg – ein ehrlicher, magischer, fesselnder Film!



Friedrichsbau Freiburg
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ab 09.07.2020