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PLATZSPITZBABY


Regie: Pierre Monnard
Darsteller: Luna Muezi, Sarah Spale, Anouk Petri

101 Minuten | Schweiz 2020 | ab 12
2. Woche
„Der Film über die Zürcher Drogenhölle macht richtig, was das Schweizer Kino oft falsch macht", schwärmt selbst die sonst so nüchterne Neue Züricher Zeitung – und das Publikum schwärmt kräftig mit! PLATZSPITZBABY erzählt von der elfjährigen Mia und ihrer heroinabhängigen Mutter, die im Alltag völlig überfordert ist. Für das sensible Kind bleibt nur die Flucht in eine Fantasiewelt. Ein eindringliches, exzellent gespieltes Drama, das mit voller Wucht in seinen Bann zieht: Der Sensationserfolg aus der Schweiz – großartiges Arthaus-Kino mit „Systemsprenger"-Potenzial! 

 

Frühling 1995: Nach der Auflösung der offenen Drogenszene in Zürich ziehen die elfjährige Mia (Luna Mwezi) und ihre Mutter Sandrine (Sarah Spale) in ein idyllisches Städtchen im Zürcher Oberland. Doch das neue Zuhause ist für Mia kein Paradies. Denn Sandrine ist schwer drogenabhängig und hätte niemals das Sorgerecht erhalten dürfen. Mia flüchtet sich in eine Fantasiewelt mit einem imaginären Freund. Mit ihm unterhält sie sich in den einsamen Stunden und schmiedet fantastische Pläne für ein Inselleben mit ihrer Mutter, fernab der Drogen. ln einer Kindergang, deren Mitglieder aus ähnlich schwierigen Verhältnissen stammen, findet Mia außerdem eine Art Ersatzfamilie und immer mehr auch die Kraft, sich gegen ihre alles beherrschende Mutter aufzulehnen... Das Regiestudium in England hat bei Pierre Monnard sichtlich Spuren hinterlassen: Mit präzisem Blick schildert er das Milieu der Underdogs: Von verzweifelten Junkies bis zu schlagenden Vätern. „Dass Papa endlich tot ist", nennt das Mädchen der Außenseiter-Clique als ihren größten Wunsch am Lagerfeuer! Dem Schock folgt das Lachen: Denn der Wunsch ihres Kumpels erweist sich als so überraschend wie zauberhaft. Die emotionale Achterbahn hat Regisseur Monnard souverän im Griff. Höhenflüge und Tiefschläge reizen das Empathie-Potenzial des Publikums gekonnt aus. Zum erzählerischen Können gesellt sich das schauspielerische Talent der beiden Hauptdarstellerinnen. Sarah Spale nimmt man die Darstellung der Süchtigen jederzeit ab. Derweil Newcomerin Luna Mwezi mit enormer Leinwandpräsenz und großartiger Präzision eine jugendliche Heldin spielt, die kompromisslos um die Liebe ihrer Mutter kämpft. Drogengeschichten im Kino sind wahrlich keine Seltenheit. Doch diese Verfilmung der Bestseller-Autobiografie von Michelle Halbheer gehört allemal zu den eindrucksvollsten!

 

„Eine Bombe von Film!" RADIO SRF


„Ein Meisterwerk der Schweizer Filmgeschichte!" BASLER ZEITUNG



Friedrichsbau Freiburg
HeuteSoMoDiMiDoFrSa
20:15
 
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