SORRY WE MISSED YOU


Regie: Ken Loach
Darsteller: Kris Hitchen, Debbie Honeywood, Rhys Stone, Katie Proctor, Mark Birch, Ross Brewster

100 Minuten | Großbritannien, Belgien 2018 | ab 12
5. Woche
Familienvater Ricky hat schon jeden erdenklichen Job gemacht. Als sich die Gelegenheit bietet, ergreift er die vielversprechende Chance, sich als Paketbote selbständig zu machen – auf Grundlage eines „Null-StundenVertrags"... Berührendes Sozial- und Familiendrama von Ken Loach, bei dem man bis zum Ende den Atem anhält und anschließend mindestens zweimal über eine Online-Bestellung nachdenkt!

 

Ricky (Kris Hitchen), Abby (Debbie Honeywood) und ihre zwei Kinder leben in Newcastle. Sie sind eine starke, liebevolle Familie, in der jeder für den anderen einsteht. Während Ricky sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt, arbeitet Abby als Altenpflegerin. Doch egal, wie sehr die beiden sich anstrengen, sie wissen, dass sie niemals unabhängig sein oder ihr eigenes Haus haben werden. Und dann heißt es: Jetzt oder nie! Dank der digitalen Revolution bietet sich Ricky die Gelegenheit – Abby und er setzen alles auf eine Karte. Sie verkauft ihr Auto, damit Ricky sich einen Lieferwagen leisten und als selbständiger Kurierfahrer durchstarten kann. Die Zukunft scheint verlockend. Doch der Preis für Rickys Selbstständigkeit erweist sich als wesentlich höher als gedacht. Die Familie muss enger zusammenrücken und um ihren Zusammenhalt kämpfen... Einen Film als kaum zu ertragen zu beschreiben, ist meist keine Empfehlung. Ganz anders im Fall der jüngeren Ken Loach-Filme, die so schonungslos die wirtschaftliche Realität der Arbeiterklasse sezieren, dass sie, ja, kaum zu ertragen und gerade deswegen so gut sind. Mit größter Genauigkeit beschreibt der inzwischen über 80-jährige Regisseur, der 2016 mit I, DANIEL BLAKE die Goldene Palme gewann, die Strukturen der modernen Gig Economy, bei der Arbeitnehmenden Vorzüge der Selbstständigkeit vorgegaukelt werden, die in Wirklichkeit zu einer Reduzierung von Sozialstandards und Arbeiterrechten führen. Eben das zeigt Loach in schonungsloser Manier auf, lässt die Familie immer weiter in die Krise schlittern. Rickys Jähzorn wird immer stärker, die Arbeitszeiten der Eltern immer länger, die beiden Kinder immer vernachlässigter. Schuld an dem Übel ist kaum jemand Bestimmtes, denn auch Rickys Chef ist nur der Angestellte höherer Chefs, selbst nur Teil eines Systems, das auf dem Weg der Gewinnmaximierung die Menschlichkeit verloren hat.



Friedrichsbau Freiburg
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