SYSTEMSPRENGER


Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Helena Zangel, Gabriela Maria Schmeide, Albrecht Schuch

125 Minuten | Deutschland 2019 | ab 12
5. Woche
Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, fliegt sie wieder raus. Die Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger" nennt. Als es keine Lösung mehr zu geben scheint, versucht AntiGewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien... Intensives Psychogramm – preisgekröntes Filmdebüt von Nora Fingscheidt!

 

Benni (Helena Zengel) ist neun, keineswegs dumm, aber oft nicht zu bändigen. Durch ein frühkindliches Trauma hasst sie es, im Gesicht berührt zu werden, eine Schwäche, die andere Kinder in der Schule oder den wechselnden Heimen, durch die Benni gereicht wird, auszunutzen verstehen. Kommt es zum Streit, reicht eine Berührung und Benni rastet aus. Die Sozialarbeiterin Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) hat trotz allem große Sympathien für Benni, doch langsam gehen ihr die Optionen aus. Kein Heim in der Region will Benni mehr aufnehmen und auch eine Rückkehr zur Mutter Bianca (Lisa Hagmeister) ist wenig aussichtsreich, denn die ist von ihrer Tochter komplett überfordert. Der Weg in die geschlossene Anstalt scheint unausweichlich – doch Sozialarbeiter Micha (Albrecht Schuch) erkennt sich in Benni wieder. Er schlägt vor, mit ihr drei Wochen im Wald zu verbringen, in der Ruhe der Natur, ohne Irritationen. Bald scheint Benni echte Fortschritte zu machen. Doch kaum zurück in der Zivilisation, kommt es sofort wieder zu einem Vorfall – und nun sieht sich auch Micha am Ende seiner Möglichkeiten... Einen eindrucksvollen Debütfilm präsentierte Nora Fingscheidt im Wettbewerb der Berlinale, für den sie mit dem Alfred-BauerPreis ausgezeichnet wurde. Sie erzählt von der neunjährigen Benni, die durch ein früh erlittenes Trauma kaum im Zaum zu halten ist – mit Folgen für alle Beteiligten, die Kinderdarstellerin Helena Zengel in einer erstaunlichen Performance spürbar werden lässt. Ihre enorme anarchische Energie machen die Extreme ihrer Figur schmerzhaft deutlich. SYSTEMSPRENGER überzeugt als wuchtiges, intensives Psychogramm, das beide Seiten schildert: Die von Benni, die an sich nichts Böses im Sinne hat, sondern nur nach Nähe und Zuverlässigkeit verlangt. Und die der überforderten Erwachsenen. Ein absolut konsequentes und nachhallendes Erstlingswerk!

 

"Das Wunder dieser Berlinale!"  WELT

"Eine Wucht von einem Film, geht mächtig unter die Haut! HEUTE Voller Liebe! TTT Wahrhaftig und berührend!"  BR

Silberner Bär, Berlinale 2019

Förderpreis der DEFA-Stiftung

FIPRESCI-Preis der deutschsprachigen Filmkritik

Deutscher Beitrag für die Oscars 2020 in der Kategorie „International Feature Film"!



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