TEL AVIV ON FIRE


Regie: Sameh Zoabi
Darsteller: Kais Nashif, Lubna Azabal, Maisa Abd Elhadi

101 Minuten | Luxemburg, Frankreich 2018 | ab 6
3. Woche
Die kitschtriefende TV-Soap eines palästinensischen Drehbuchautors lässt alle Hemmungen fallen, als sich ein israelischer Kommandant einmischt. Unfreiwillig gerät der liebenswerte Schreiberling dabei jedoch zwischen die politischen Fronten... Der Nahostkonflikt als großartige Medien- und Gesellschaftssatire!

 

In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest laut der schnulzigen Soap Opera „Tel Aviv on Fire", die jeden Abend über die Bildschirme flimmert und Israelis wie Palästinenser vor der Glotze vereint. Der junge Palästinenser Salam (Kais Nashef) ist der Autor des Straßenfegers und muss für die Dreharbeiten täglich die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überqueren. Bei einer Kontrolle gerät das Skript der nächsten Folge in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi (Yaniv Bitton). Um seine Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam, es umzuschreiben. Ein Bombenerfolg! Von nun an denken sich die beiden immer neue schnulzige Dialoge und absurde Entwicklungen aus. Der Einfluss des israelischen Militärs auf die populäre, eigentlich antizionistische Seifenoper wird immer größer. Dann soll die Serie abgesetzt werden... Als Mediensatire ebenso überzeugend wie als Komödie: Der Nahostkonflikt vor dem Hintergrund einer schnulzigen Seifenoper, die am Vorabend des Sechstagekriegs spielt. Hier geht es richtig ab. Die Story hat Biss und viel Humor, die Handlung ist voller Überraschungen, und der Film im Film, die hammerhart kitschige TV-Soap, ist ein echter Kracher. Bei alledem behält Sameh Zoabis TEL AVIV ON FIRE eine gewisse Ernsthaftigkeit, die ihn noch sympathischer macht. Die unglückselige Eigendynamik, die sich aus der Grundsituation entwickelt, spielt eine eher geringfügige Rolle. Im Vordergrund steht Salam als Wanderer zwischen den Welten, der beide Seiten der Grenze kennt und auf beiden zu Hause ist. Zu Anfang ein beinahe unbedarfter Kerl, entwickelt er im Laufe der Zeit seine Fähigkeiten und wird zum Kämpfer – zunächst nur für die Kunst. Im Kleinen gelingt ihm dabei das, was alle suchen: Die Verständigung zwischen den unterschiedlichen Lagern, Religionen und Kulturen. Sehr charmant spielt Kais Nashef diesen nur äußerlich harmlosen Typen, der sich immer mehr emanzipiert. Einfach köstlich sind Salams Versuche, überzeugende romantische Dialoge zu komponieren. Und zusammen bilden die beiden Darsteller Nashef und Biton ein wahrhaft explosives Duo!

 


"Eine unwiderstehliche Komödie!" TÉLÉRAMA

 

INTERFILM-Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs und Bester Hauptdarsteller, Venedig 2018!



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