THE FAREWELL

Golden Globe: Beste Schauspielerin


Regie: Lulu Wang
Darsteller: Awkwafina, Tzi Ma, Diana Lin, Zhao Shuzhen, Lu Hong, Jiang Yongbo

101 Minuten | USA 20019 | ab 0
6. Woche
Die New Yorkerin Billi reist zu ihrer Familie nach China, um sich von ihrer Großmutter zu verabschieden – die weder weiß noch erfahren soll, dass sie todkrank ist... Eine liebevolle Familienkomödie „nach einer wahren Lüge" – ganz ohne Albernheit. Lulu Wang präsentiert ein Kaleidoskop an Bildern aus dem modernen China, wo trotz aller Veränderung die Traditionen noch immer lebendig sind, und ein tolles Ensemble, allen voran die großartige Awkwafina, die in ihrer Hauptrolle glänzt!

 

Billi versucht, sich in New York als Schriftstellerin durchzubeißen. Als sie von ihren Eltern erfährt, dass ihre geliebte Großmutter Nai Nai in China nicht mehr lange zu leben hat, steht ihr Leben Kopf. Die Familie beschließt, Nai Nai im Ungewissen zu lassen und ihr die tödliche Krankheit zu verschweigen. Um die plötzliche Anwesenheit aller plausibel zu erklären, wird kurzerhand eine Spontan-Hochzeit organisiert – und während Billi versucht, die Lüge aufrechtzuerhalten, stößt sie auf die Chance, sowohl das Land ihrer Eltern als auch den wundersamen Geist ihrer Großmutter wiederzuentdecken... Die Regisseurin und Drehbuchautorin Lulu Wang greift für THE FAREWELL auf ihre eigene Biografie zurück, Protagonistin Billi ist ihr Alter Ego. Allein der Plot offenbart das komödiantische Potenzial dieser Story: Hier prallen Weltbilder, Kulturen und Generationen aufeinander – und Wang macht daraus eine ebenso lebensnahe wie lebensbejahende Handlung mit viel Humor und angemessener Situationskomik. Dabei nimmt sie ihre Charaktere ernst, kommt ohne aufgesetzte Gags und flache Witze aus. Prinzipiell geht es tatsächlich um das Abschiednehmen, nicht nur von einer Person, sondern auch von der Kindheit. Billi erkennt die Muster in ihrer Familie, sie sträubt sich gegen die Traditionen. Aber sie liebt sie auch, denn sie sind ein Teil von ihr, die zu ihr gehören wie ihr Gesicht. Die junge Schauspielerin Awkwafina – auch als Rapperin bekannt – verkörpert diesen Konflikt phänomenal. Ihr Gang ist zügig und burschikos, schließlich lebt sie in New York, doch ihre leicht verkrampften Bewegungen zeigen den Druck, unter dem sie steht, und ihre Unfähigkeit, loszulassen. So wird eine Tai Chi-Übung mit Nai Nai für Billi zum Lockerungstraining in einer schwierigen Situation, die sie alleine bewältigen muss. So wie alle anderen auch. Denn der Abschied von geliebten Menschen ist eine Prüfung, die früher oder später alle bestehen müssen. Ein Film wie dieser mit so viel Humor, Herzenswärme und Liebe zum Detail bietet dafür die beste Inspiration!

 

"Einer der wirklich bewegendsten Filme, die ich je in Sundance gesehen habe!"

ROLLING STONE



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