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WHO'S AFRAID OF ALICE MILLER?


Regie: Daniel Howald
Darsteller: Dokumentation

100 Minuten | Schweiz 2020 | ab 0
3. Woche
Martin wird von seiner Mutter mit Ge- fühlskälte verstoßen und vom Vater ge- schlagen: eine Kindheit ohne Liebe. Die Geschichte klingt wie ein Fallbeispiel aus dem Buch „Das Drama des begabten Kindes" der weltberühmten Schweizer Psychoanalytikerin Alice Miller. Aber Martin ist der Sohn der engagierten Kinderrechtlerin... Ein Film über den langen Schatten des Krieges.

 

Nach Alice Millers Tod macht sich Martin auf die Reise, um endlich den Widerspruch zwischen der bekannten Kindheitsforscherin und der zerstörerischen Mutter zu verstehen. Und schließlich ent- deckt er, was zwischen ihm und seiner Mutter steht: das größte Drama des 20. Jahrhunderts, die Shoa, die Vernichtung des jüdischen Volkes. Die junge Alice Miller überlebte als Jüdin unter falscher Identität in Warschau mitten unter den Nazis – und musste alle Gräueltaten miterleben. Aber diese traumatischen Erlebnisse verdrängt Alice und spaltet sie ein Leben lang ab. Je tiefer Martin in die Biografie seiner Mutter eindringt, desto deutlicher wird: sein eigener seelischer Schmerz ist das Erbe von etwas, das er selbst nie erlebt hat.
Der Therapeut Martin Miller arbeitet in der bewegenden Dokumentation seine lieblose Kindheit auf. Erklärungen für das Verhalten seiner Mutter, die später eine weltbekannte Kindheitsforscherin und Kinderpsychologin wurde, findet er in ihrer Vergangenheit. Der Film ist eine sehr persönliche, intensive Suche nach den eigenen Wurzeln und den unbewältigten, traumatischen Erlebnissen der Mutter. Es geht um die Entstehung von Traumata, Selbstverleugnung und das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Erhellend und bewegend.



Friedrichsbau Freiburg
HeuteSoMoDiMiDoFrSa
14:45
 
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